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    Die Yamaha Hatsudki K.K. (engl. Yamaha Motor Co., Ltd.) ist ein Unternehmen des Yamaha-Konglomerats mit Hauptsitz in Iwata, Japan. Es stellt Motorrder, Quads und Motoren (insbesondere Bootsmotoren) her. Eine weitere Sparte des Unternehmens produziert und vertreibt Industrieprodukte wie Roboter, CNC-Maschinen, labscheider und Weiteres.

    Anfang 2014 waren in Deutschland 566.762 Yamaha-Kraftrder zugelassen, was einem Anteil von 13,98 % entspricht.

    Geschichte

    Die Yamaha Motor Corporation wurde als Tochterunternehmen der Yamaha Corporation am 1.Juli 1955 gegrndet und ist eine Aktiengesellschaft, an der die Yamaha Corporation mageblich beteiligt ist. Dank des Wirtschaftswachstums in Japan und der gestiegenen Nachfrage nach Kraftfahrzeugen begann das Unternehmen 1955 mit finanzieller Untersttzung der Regierung mit der Produktion von Motorrdern. Die Anfnge der Yamaha Motor Corporation gehen zurck bis ins Jahr 1887, als Torakusu Yamaha (1851-1916) - ab 1889 unter dem Firmennamen Torakusu Yamaha Company, 1897 in Nippon Gakki Seiz K.K umbenannt - mit der Produktion von Musikinstrumenten begann, woran bis heute das Yamaha-Firmenlogo mit den drei Stimmgabeln erinnert. Das Unternehmen wurde einer der weltweit bedeutendsten Hersteller fr Musikinstrumente und ist noch heute eine Tochterfirma des Yamaha-Konzerns. Wie bei vielen anderen Firmen wurde whrend des Zweiten Weltkrieges die Produktion auf Rstungsgter (berwiegend Flugzeugteile) umgestellt. Die Produktionssttten wurden Anfang 1945 durch Bombentreffer der Alliierten grtenteils zerstrt.

    Nach Kriegsende baute der damalige Direktor Kawakami das Unternehmen mit der Fertigung von einfachen Mechanikteilen wieder auf, konzentrierte sich jedoch recht bald wieder auf den Bau von Musikinstrumenten. 1950 bernahm dessen damals 38-jhriger Sohn Genichi Kawakami das Unternehmen und beschloss, die alten Fabrikanlagen durch die Produktion von Motorrdern neu zu beleben.

    Der Motor des Toyota 2000 GT wurde von Yamaha entwickelt. In den 1990er-Jahren entwickelte Yamaha gemeinsam mit der Ford Motor Company die Zetec-SE Motorengeneration (4-Zylinder-Viertaktmotoren in Reihe fr den Quereinbau), die in den Ford-Modellen Fiesta, Puma und Focus eingesetzt wurde bzw. in modifizierter Form noch eingesetzt wird (Ford Fiesta, Ford Focus). Ebenfalls eingesetzt wurden Zetec-SE Motoren in diversen Mazda-Modellen. Zeitweise baute Yamaha auch Motoren fr die Formel 1.

    Baureihen/Modellserien

    Yamaha startete die Motorradherstellung zunchst mit Zweitaktmotorradreihen, die zuerst die Krzel YA und DT (leichte Gelndemotorrder) trugen. Spter nachfolgende Modellreihen mit Viertaktmotoren begannen mit der Bezeichnung Yamaha XS. Weitere Baureihen sind unter den Bezeichnungen XT, Yamaha R-Serie, Yamaha XJ (und Weitere) bekannt.

    Zweitakter

    Das erste Motorrad der Yamaha Motor Corporation, die YA-1, eine Kopie der DKW RT 125, wurde auch Red Dragonfly (Rote Libelle) genannt. Sie hatte einen luftgekhlten Einzylinder-Zweitaktmotor mit Dreikanal-Umkehrsplung, 123cm Hubraum (52 mm Bohrung 58 mm Hub), 5,6 PS Leistung bei 5000/min und 80 km/h Hchstgeschwindigkeit.

    1958 trat die YA-2 mit 125 cm und einem PS mehr die Nachfolge an, 1959 gefolgt von der YA-3.

    1961 leistete die YA-5 schon 10PS, 1963 wurde die YAT-1 abgeleitet, die der Optik der 250er Twins angeglichen war und der Honda CB 92 Konkurrenz machen sollte.

    Diese Motorrder mndeten in eine Linie starker Zweizylinder-Zweitakter, die sich durch hohes Drehmoment und Spurtfreude auszeichneten. Zunchst kam 1964 das Modell YDS3 auf den deutschen Markt, eine in Amerika bereits sehr gut verkaufte 250-cm-Zweizylindermaschine mit 24 PS. In weiterer Folge wurden bis Anfang der 1970er-Jahre die Modelle YDS5E, DS6 (beide mit 250 cm) sowie YR1, YR2 und R3 (alle mit 350 cm) in Deutschland angeboten. Mit den Modellen DS-7 (250 cm, 24 PS) und R-5 (350 cm, 36 PS) wurden die Entwicklungslinien der 350er- und 250er-Modelle zusammengefhrt. Beide Modelle hatten nun einen horizontal teilbaren Motor, wurden schlitzgesteuert und waren mit Trommelbremsen ausgestattet.

    In Japan nannten sich die Modelle 1972 noch DX250 PRO und RX350 PRO, die Zwischenmodelle von der DS7 zur RD 250 und von der R5-F zur RD 350 waren.

    Als die bis heute meistverkauften Motorrder gelten die luftgekhlten Folgemodelle RD 250 und RD 350 (baugleich mit RD 250, nur 100 cm mehr Hubraum). Sie wurden 1973 mit 30 und 39 PS ausgeliefert. Das Zwischenmodell RD 250-B verfgte 1976 ber 32 PS. Nach der Umstellung der Versicherungsklassen wurde die RD 250 spter in Deutschland auf 27 PS gedrosselt.

    Eine technische Neuerung waren die Membranventile in der Saugseite des Einlasstraktes. Diese Technik brachte eine Verbesserung des Gaswechsels im Motor und erweiterte den nutzbaren Drehzahlbereich. Neben der Membransteuerung hatten diese Modelle eine Scheibenbremse vorn und erzielten hohe Fahrleistungen. Die Spritzigkeit des Motors war auch ein Ergebnis der Five-Port-Steuerung (Fnfkanal-Umkehrsplung in Verbesserung des Patents von Adolf Schnrle): Prinzipbedingt werden beim Zweitakter verbrauchte Gase mittels frischem Benzin-Luft-Gemisch in den Auspuff gedrckt, dabei gelangt auch ein Teil des Frischgases mit in den Auspuff. Durch geschickte Kanalfhrung des Five-Port-Systems drcken die frischen Gase in Form einer geschlossenen Front die verbrauchten Gase gezielt in den Auspuff, ohne sich mit den Abgasen zu vermischen, wie dies bei frheren Konstruktionen der Fall war. Durch die fr Hochleistungszweitaktmotoren besondere Gestaltung der Auspuffanlage (Resonanzauspuff) wird zustzlich die Druckwelle, die dem Zylinder beim ffnen des Auslassschlitzes entweicht, reflektiert und drckt die berschieenden Frischgase wieder zurck in den Zylinder, bevor der Kolben das Fenster zur Verdichtung schliet. Dadurch wird ein gewisser Grad der Aufladung erzeugt (sehr grob vergleichbar mit der Aufladung durch abgasturbinengetriebene Verdichter beim Viertaktmotor), was eine erhebliche Leistungssteigerung ermglicht, die die damaligen Zweitaktmotoren endgltig den hubraumgleichen Viertaktern berlegen machte. Jedoch funktioniert diese Art der Resonanzaufladung nur in einem gewissen Drehzahlbereich, was den so konstruierten Zweitaktern schnell den Ruf einer spitzen und schwer beherrschbaren Leistungscharakteristik einbrachte. Yamaha hat diese Form der Leistungs- und Effizienzsteigerung von Zweitaktmotoren zwar nicht erfunden, jedoch erstmals in Serie an Motorrdern eingesetzt.

    Die Zweitakt-Modelle von Yamaha hatten seit ihrem Verkaufsstart in Deutschland eine Getrenntschmierung (Frischlschmierung). Anders als beim Zweitakter sonst blich mussten Benzin und Motorl nicht gemischt werden. Bei Yamaha fhrte eine lpumpe dem Kraftstoff-Luft-Gemisch abhngig von der Drehzahl und der Gasgriffstellung dosiert Schmierl aus einem separaten ltank zur Motorschmierung zu. Kolbenklemmer im Schubbetrieb gab es mit diesen Modellen nur noch sehr selten, da zumindest bei niederen Drehzahlen immer eine ausreichende Schmierung gewhrleistet war.

    Das Modell RD 400 kam 1977/78 (interne Baubezeichnung 1A3) als Ablsung fr das in der Leistungsentfaltung sehr engbandige luftgekhlte Vorgngermodell RD 350 auf den Markt, die Motorleistung betrug 43 PS. 1979 erfolgte eine Modernisierung mit kontaktloser Transistorzndung, berarbeiteter Furastenanlage (der vorher unter dem Rahmen angebrachte, einteilige, durchgehende Furastentrger verlief unterhalb der Verbindung Auspuffkrmmer/Endschalldmpfer und sorgte bei schneller Fahrweise in Kurven mit dementsprechender Schrglage bei unebener Fahrbahn fr gefhrliche Situationen durch Aufsetzen) und neuem Design. Die interne Baubezeichnung lautete 2R9; bei diesem Modell waren die Furastenrger rechts und links separat oberhalb der Auspuffanlage am Rahmen befestigt. Fr beide Versionen gab es weiterhin dickere Zylinderkopfdichtungen, da insbesondere die mit Kontaktzndung bestckten Modelle bei Vernachlssigung der Einstellung bei Frhzndung zu den berchtigten ”Sparbchsen” (Durchbrennen des Kolbenbodens) neigten. Der Version 2R9 war nur eine kurze “Lebensdauer” beschieden, da bereits 1980 die wassergekhlten Versionen der RD-Modelle auf den europischen Markt geliefert wurden und damit endgltig die ra der luftgekhlten Zweitaktmotoren in der Yamaha-Modellpalette beendeten.

    Im Jahre 1980 brachte Yamaha eine sensationelle Neuerung: auf Basis der im Rennsport erfolgreichen Zweitakt-Rennmaschinen kamen als Straenversion die wassergekhlten Modelle RD 250 LC und RD 350 LC “RD 350“ auf den Markt. 1983 kam als Weiterentwicklung die RD 350 YPVS. Das aus dem Rennsport stammende YPVS (Yamaha Power Valve System) verhalf dem kleinen Zweitaktmotor zu serienmigen 59, spter 63 PS womit damals Fahrleistungen von 500er bis 750er Viertakt-Maschinen erreicht werden konnten. Das YPVS-System variiert ber eine Walze die Hhe des Auslasskanals und damit die effektive Verdichtung des Motors. Der Auslassquerschnitt wird der jeweils anliegenden Motordrehzahl angepasst, wodurch die Leistungscharakteristik erheblich weicher wird und schon bei niedrigeren Drehzahlen ein hohes Drehmoment erzeugt wird, was die Maschine einfacher fahrbar macht. Gleichzeitig kann die Auslegung fr hhere Drehzahlen entsprechend angepasst werden, was die mgliche Spitzenleistung steigert. Mit steigender Drehzahl wird die Hhe des Auslasskanals vergrert, was das Drehmomentmaximum in hhere Drehzahlen verschiebt und durch eine Senkung der effektiven Verdichtung den Motor leichter drehen lsst. Bei der Einzylinder RD 125 LC wurde ein YEIS (Yamaha Energy Induction System) genanntes System im Einlasskanal installiert.

    Es bestand aus einer Kammer, die vor dem membrangesteuerten Einlass vom Ansaugstutzen abzweigte. In dieser Kammer sammelte sich das Gemisch, das vor der Membran verblieb, wenn die Drehzahl sank (z.B. beim Anbremsen vor einer Kurve) und entwich der Kammer wieder, wenn wieder ein hherer Unterdruck im Ansaugtrakt anlag (z.B. beim Gasgeben in resp. nach der Kurve). Dadurch wurde die Gasannahme des Motors deutlich verbessert, der Verbrauch um bis zu 10 % gesenkt und die Fahrbarkeit der Yamaha Zweitaktmotorrder weiter verbessert. Die letzte Entwicklungsstufe bildete 1984 die RD 500 V4 eine Replik der mehrfachen Weltmeistermaschine der 500er Klasse (Wayne Rainey, Eddie Lawson). Der Hightech-V4-Zweitakter leistete serienmig 88 PS. Damit zhlte die RD 500 zu den schnellsten Straenmotorrdern ihrer Zeit, sie ist in gutem Pflegezustand aufgrund ihrer Leistung und gutem Handlings in den Hnden eines Kenners immer noch fr berraschungen gut und kann mit modernen Sportmaschinen noch gut mithalten. Mit modernen Fahrwerkskomponenten ausgestattet sind die Yamaha RD500 aufgrund ihres Handlings und der ausreichenden Motorleistung (die relativ einfach noch deutlich erhht werden kann) bezogen auf die Fahrleistungen immer noch konkurrenzfhig zu modernen Sportmotorrdern mit Straenzulassung. Die Maschine stellt jedoch trotz des prinzipiell einfacheren Zweitakt-Prinzips einen so hohen Bauaufwand dar, dass diesem Motorkonzept keine Zukunft beschieden war, zumal stetig verschrfte Abgas- und Lrmemissionsgesetze nicht mehr einzuhalten waren.

    Der neueste Zweitakter ist die Yamaha TZR50R. Diese wurde in Deutschland mangels Verkaufserfolg nach nur kurzer Zeit wieder vom Markt genommen. Gerchte, dass dieser Fahrzeugtyp verboten wurde, weil er in viele Unflle verwickelt gewesen sein soll, sind falsch, wie auch die gesetzliche Grundlage zum Verbot eines bestimmten Fahrzeugtyps eines Herstellers aufgrund der Unfallhufigkeit in Deutschland nicht gegeben ist. Dagegen ist das Motorrad z.B. in der Schweiz ein Verkaufsschlager und deshalb eines der Motorrder, die am hufigsten auf Schweizer Straen zu sehen sind.

    Viertakter

    1969 stellte Yamaha mit der XS 1 eine neue Linie mit Gleichlufer-Motor (Parallel-Twin) auf die Beine. Optisch stark angelehnt an klassische britische Motorrder ist der 650-cm-Motor jedoch mit einer obenliegenden, kettengetriebenen Nockenwelle ausgerstet (OHC) und besitzt einen Primrantrieb durch Stirnrder. Die Weiterentwicklung mndete in der XS 650, welche 1974 in Deutschland erschien und in verschiedenen Varianten bis 1984 gebaut wurde. Sie besa zunchst 51, spter 50 PS, war mit einem Elektrostarter ausgerstet und war wegen ihrer Zuverlssigkeit und ihrer ”englischen” Optik ein Verkaufsrenner.

    1972 erschien das Zweizylinder-Modell TX 750, seinerzeit das grte und strkste Viertakt-Motorrad, das Yamaha anbot - wenn auch nur kurz, denn gegen die alteingesessene Vierzylinder-Honda CB750 Four war die neue Zweizylinder-Maschine trotz des technischen Leckerbissens der zwei kettengetriebenen Ausgleichswellen zur Schwingungstilgung (“Omni-Phase-Balancer-System“ erstmals im Motorradbau) nicht erfolgreich: die Ausgleichswellen-Antriebskette lngte sich oft oder riss sogar und verursachte damit einen Motor-Totalschaden. Bei langen Autobahnfahrten wurde das l zu hei, was mit einem nachgersteten lkhler behoben wurde. Das zwischen den beiden Auspuffrohren vor dem Zylinderkopf befindliche Interferenzrohr fhrte zu weiteren thermischen Problemen. Wegen der damit fr Yamaha verbundenen Garantiearbeiten wurde das Modell bereits 1974 wieder eingestellt.

    1973 brachte Yamaha mit der TX 500/XS 500 B ein Viertakt-Motorrad mit zwei Zylindern heraus, das als erstes Serienmotorrad nach dem Zweiten Weltkrieg einen Vierventilmotor besa. Der thermisch hoch beanspruchte Zylinderkopf erwies sich als nicht ganz unproblematisch. Es wurde in verschiedenen Versionen als XS 500 C/D/E bis 1979 gebaut.

    1975 lieferte Yamaha mit der unverwstlichen XT 500 das erste Serienmodell einer Enduro, ausgestattet mit einem 500 cm Einzylinder-Viertaktmotor. Bis heute erfreut sich diese Maschine groer Beliebtheit. Ein weiterer beliebter Youngtimer ist die SR 500 mit dem fast baugleichen Einzylinder-Motor, die 1978 in Deutschland auf den Markt kam. Sie war eines der beliebtesten Motorrder der 1980er-Jahre. Heute ist sie eine Kultmaschine im Kreise der “Youngtimer” und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Seit 2014 gibt es die SR400 als identische Neuauflage des Klassikers. Unterschiede sind der geringere Hubraum und eine Einspritzanlage. Auch gab es in Deutschland zwei kleine Schwestern: SR250 (1980 - 1982) und XT250 (1979 - 1989), welche denselben Einzylinder-Motor mit 250 cm nutzten.

    Ab 1976 wurde in der Hubraum-Klasse unterhalb von 500 cm das Zweizylinder-OHC-Modell XS360 gebaut, das ab 1978 mit vergrertem Hubraum als XS400 verkauft wurde. Eine Version mit 250 cm wurde als XS250 ebenfalls hergestellt. Ab 1983 entstand eine neue XS400, jetzt mit DOHC-Motor. Diese Maschinen werden bis heute aufgrund ihrer einfachen Wartung und ihrer Zuverlssigkeit als preiswerte Einsteiger-Motorrder geschtzt.

    Eine groe Erfolgsgeschichte wurden die Drei- und Vierzylinder-Modelle der Viertakter-Baureihe XS750, XS850 (Dreizylinder) und XS1100 (Vierzylinder) und 95 PS, die Ende der 1970er Jahre herauskamen. Die XS 1100 war bei ihrer Einfhrung das grte Motorrad der Welt. Diese Motorrder hatten als erste japanische Motorrder einen Kardan-Sekundrantrieb, der mit doppelter Umlenkung an Getriebe-Ausgang und Hinterrad als Entwicklungsauftrag bei Porsche in Weissach entstand.

    Yamaha etablierte sich mit diesen Maschinen und den sportlicher orientierten Nachfolger-Vierzylindern (XJ550 und spter XJ600S (Diversion) bzw. N mit Ketten- sowie XJ650, XJ750 und XJ900 mit Kardanantrieb) in dem erfolgversprechenden Markt von groen Touren- und Sport-Motorrdern. Ein zwischen 1981 und 1985 angebotenes Tourer-Modell, die TR1 mit vollgekapselter Antriebskette und 981 cm groem, quer eingebauten V-Zweizylinder (hnlich Harley-Davidson), war am Markt weniger erfolgreich. 1984 erfolgte die Einfhrung der FJ1100, die eigentlich als Sportmotorrad geplant war und mit Kette ausgerstet wurde.

    Unter der Modellbezeichnung Virago produzierte Yamaha von 1981 bis 2003 mehrere sowohl Kette- als auch Kardan-getriebene Chopper- und Cruiser-Modellbaureihen von 125 bis 1100 cm Hubraum. Die Virago-Modelle wurden weltweit in viele Lnder exportiert. Die Modellbezeichnung in Deutschland war “XV” (z.B. XV535, XV1100, etc.), wobei die XV 535 mit ber 30.000 abgesetzten Einheiten eines der meistverkauften Motorrder Deutschlands ist.

    1993 wurde mit der GTS1000 und der Modellvariante GTS1000A (mit ABS) ein Nachfolger fr die FJ-Reihe prsentiert. Die GTS1000 war das erste Groserienmotorrad mit Achsschenkellenkung. In Verbindung mit einer elektronischen Einspritzung, geregeltem 3-Wege-Katalysator und wahlweisem ABS galt die GTS1000 als Technologietrger, der aufgrund des hohen Preises nur begrenzten kommerziellen Erfolg hatte.

    Die seit 1995 gebaute XJR ist das einzige aktuelle Motorrad der XJ-Baureihe, das ohne Kardanantrieb angeboten wird.

    Die Modellreihe FZR reprsentierte die sportliche Seite von Yamaha. Begonnen wurde die Produktion mit der FZR400 der aber schon bald grere Motoren folgten. So gab es weitere Modelle und Motorvarianten, unter anderem FZR 600 (91 und 98 PS), FZ 750 (98“115 PS) und FZR1000 (2LA, 98-135 PS)/FZR1000 (3LE, bis zu 106 kW / 146 PS). Diese waren zu dieser Zeit alles Supersportler-Modelle. Es gab aber auch noch die Unverkleideten der FZR-Reihe, zum Beispiel die Yamaha FZX750.

    Nachfolger der FZR-Generation waren die YZF600R Thunder, die YZF750R / SP und die YZF1000R Thunder. Die 1000er Thunderace hat bis auf geschmiedete Kolben den gleichen Motor wie die FZR1000 (3LE), jedoch mit 107 kW (145 PS).

    Mit dem unverkleideten “Muscle Bike” V-Max schuf Yamaha ein Kultmotorrad, das ab 1984 gebaut wurde. Deren 1200er V4-Motor leistet in der internationalen, “offenen” Version bis zu 107 kW (145 PS), die lange unbertroffen waren und das Motorrad in puncto Beschleunigung konkurrenzlos machte. Bei hohen Geschwindigkeiten jedoch ist die V-Max im Serientrimm schwer fahrbar, da das Fahrwerk der Motorleistung nicht gewachsen ist und zum Pendeln neigt. Offiziell nach Deutschland importierte Maschinen wurden auf versicherungsgnstige 98 PS gedrosselt. Die freiwillige Beschrnkung der Hersteller und Importeure begrenzte die Leistung von in Deutschland verkauften Maschinen seit etwa 1982 offiziell auf 100 PS; die Folge einer durch die Honda CBX-1000-Sechszylinder mit 105 PS Ende der 1970er-Jahre ausgelsten Sinndiskussion ber immer leistungsstrkere Motorrder. 2009 wurde erstmals mit einer vllig neuen Vmax bei einem Groserienmotorrad die 200-PS-Marke erreicht. Ihr 1680-cm-Vierzylinder-V-Motor erbrachte diese Leistung bei 9000/min; die Spitzengeschwindigkeit war auf 220 km/h begrenzt.

    1998 stellte Yamaha die YZF-R1 vor. Es handelt sich um ein reinrassiges straenzugelassenes Superbike mit 998 cm und 110 kW (150 PS) bei kompakten Auenmaen und einem Gewicht im betankten Zustand unter 200 kg. Yamaha zeigte mit dieser Maschine eindrucksvoll seine Ingenieurskunst und bewies, dass man auch aus vergleichsweise kleinen Motoren hohe Leistungen erzielen kann.

    Die FJR1300 ist seit ihrem Erscheinen im Jahre 2001 siebenfacher (Serien)-Sieger bei der Leserwahl ”Motorrad des Jahres” der Zeitschrift MOTORRAD. Sie begrndete mit ihren 143,5 PS (105,5 kW) bei 8.000/min und einem maximalen Drehmoment von 134,4 Nm bei 7000/min das neue Segment der Leistungstourer innerhalb der Klasse der Tourer.

    2010 stellte Yamaha eine neue Reiseenduro vor, die XT1200Z Super Tenere. Der Zweizylinder-Viertakt-Reihenmotor der neuen Maschine leistet 110 PS (80,9 kW) bei 7.250/min und einem maximalen Drehmoment von 114,1 Nm bei 6.000/min.

    Star Motorcycles

    Im Jahr 1994 gab Yamaha die Grndung von Star Motorcycles bekannt, unter der Cruiser mit V2-Motor von Yamaha auf dem amerikanischen Markt vertrieben werden. Im Jahr 2006 wurde die Marke zu einem eigenen Unternehmen ausgegliedert, wobei Yamaha weiterhin die Produktion und den Vertrieb bernimmt. Der Firmensitz befindet sich in Cypress in Kalifornien. Auch das Design der Motorrder wird in den USA erarbeitet. Alle Modelle basieren auf einem V2-Motor und sind deutlich als Konkurrenz zu Motorrdern von Harley-Davidson positioniert.

    Zur Zeit (Anfang 2016) werden Modellvarianten basiert auf der XV1900A (Raider, Stratoliner und Roadliner), auf der XV1600 (Road Star), auf der XVS1300 (Straiker und V Star), der XV950 (Bold und V Star), sowie der XVS650 und XVS250 (V Star) vertrieben.

Quelle: Wikipedia

 

 

 

 

 

 

 

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